Bei der Antwort auf die Frage "Welche Hausmittel helfen gegen bereits eingetrocknete Flecken?" kommt man an Gallseife, Natron, Essigessenz und Zitronensäure nicht vorbei.

Welches davon du nimmst, hängt von der Fleckenart und dem Stoff ab. Wichtig ist aber immer erst den Fleck vorbehandeln, dann in der Waschmaschine waschen.

Und bitte kein heißes Wasser vorab, sonst brennt sich der Fleck erst richtig fest.

Welches Hausmittel passt zu welchem Fleck?

FleckartHausmittel
Fett, Eiweiß, Make-upGallseife
Rotwein, Kaffee, ÖlNatron oder Backpulver
Kaffee, Deo, vergilbte RänderEssigessenz
Deo, Rost, GrasZitronensäure

Bei unbekannte Flecken fang am besten einfach mit Gallseife an. Sie funktioniert bei den meisten Fleckarten zuverlässig.

So wendest du die Hausmittel an

Den Fleck zuerst anfeuchten, dann die Gallseife einreiben und 15 bis 30 Minuten einwirken lassen. Danach kannst du das Stück direkt normal waschen.

Natron und Backpulver lassen sich hier übrigens austauschen. Rühre etwa einen Esslöffel mit etwas Wasser zu einer dicken Paste an und trage sie großzügig auf den Fleck auf. Mehrere Stunden einwirken lassen, gerne über Nacht, und anschließend gründlich auswaschen.

Bei Essigessenz die Lösung im Verhältnis 1:4 bis 1:5 mit Wasser verdünnen und den Fleck damit gründlich tränken. Bei besonders hartnäckigen Stellen hilft es, etwas Waschmittel dazuzugeben. Tipp: Teste die Lösung vorher an einer verdeckten Naht, besonders bei empfindlichen Stoffen.

Für Zitronensäure den Saft einer halben Zitrone direkt auf den Fleck träufeln, kurz einwirken lassen und anschließend mit kaltem Wasser ausspülen. Achtung: Zitronensäure wirkt bleichend und eignet sich daher wirklich nur für helle oder weiße Textilien.

Drei Fehler, die eingetrocknete Flecken schlimmer machen

  • Mit heißem Wasser anfangen klingt logisch, ist bei Eiweiß- und Blutflecken aber das Gegenteil von hilfreich. Die Hitze brennt den Fleck erst richtig in die Faser. Fang deshalb immer mit kaltem oder lauwarmem Wasser an.
  • Reiben ist keine gute Idee. Wer reibt, drückt den Fleck tiefer in die Faser und vergrößert ihn noch dazu. Die bessere Variante ist es, ihn sanft von außen nach innen zu tupfen.
  • Ungeduld rächt sich. Eingetrocknete Flecken brauchen nun mal Zeit zum Einweichen. Ein Hausmittel, das nur fünf Minuten eingewirkt hat, hat kaum eine Chance.

Wann reicht ein Hausmittel nicht mehr?

Bei sehr alten Flecken, Öl auf Seide oder tiefsitzenden Farbflecken solltest du auf einen speziellen Fleckenentferner oder eine professionelle Reinigung setzen.

Hausmittel funktionieren gut bei frischen bis einige Tage alten Flecken. Je älter der Fleck, desto geringer sind aber die Erfolgsaussichten.